Bundesgartenschau 2031
Erlebnisreise zwischen Berg und Tal
Sieger Freiraum Wettbewerb
relais Landschaftsarchitekten, Berlin
Topographie der Zukunft
Das Konzept des Siegers des Freiraum-Wettbewerbs zur BUGA 2031 entwickelt in der komplexen Situation des Wuppertaler Westens eine abwechslungsreiche Erlebnislandschaft. Ein Weg des Entdeckens verbindet die vielseitigen Freiräume der Tesche, des Grünen Zoo und der Wupperpforte. Potentiale der Orte werden aufgegriffen und zu einer flexiblen Struktur der nachhaltigen Stadtentwicklung weiterentwickelt. Der transformierte Stadtraum weckt Lust am Wandel und offeriert dem Besucher eine spielerische und sinnliche Erfahrung von Zukunftsthemen.
Das Tescher Tal
Auf dem ehemaligen Lokschuppenareal entsteht das neue Stadtquartier als grünes Tor zum Tescher Tal. Großzügige Freiräume, fließende Wege und grüne Fugen verbinden Wohnen, Erholen und Natur. Am südlichen Rand wird der Erdwall mit einer Rampe, Freitreppe und Sitzstufen zu einem offenen Eingang umgestaltet – ein Ort, der zum Verweilen und Ankommen einlädt. In der Mitte des Quartiers bilden sanfte Wiesenhügel, Holzsitzkanten und Wasserfontänen einen lebendigen Platz mit Spiel- und Aufenthaltsbereichen. Hier treffen Nachbarschaft, Bewegung und Begegnung aufeinander.
Das langgestreckte Wiesental zieht sich als grünes Rückgrat durch das Gebiet. Es dient nicht nur der Erholung, sondern auch als Retentionsraum für Regenwasser – ein Beispiel für nachhaltige Landschaftsplanung. Über die frühere Trasse der Nordbahn führt die neue Talpromenade sanft ansteigend in das Tescher Tal. Das begleitende Gehölzkonzept bewahrt die charakteristische Stadtnatur und ergänzt sie durch gezielte Neupflanzungen.
Nach der BUGA fallen die Zäune und die Stadtgesellschaft kann den neuen Park sofort nutzen.
Gestaltung während der BUGA
Gestaltung nach der BUGA
SportDeponie am Homanndamm
Die frühere Wassack-Deponie am Homanndamm wird in eine SportDeponie mit vielfältigen und inklusiven Sport- und Spielangeboten verwandelt. Von Recyclingmauern gefasste Treppen und Rampen greifen den postindustriellen Charakter des Orts auf und stärken die Wahrnehmung des Haldenkörpers. Ihre Struktur ist in eine Erschließung aus Farbasphalt eingebunden, die mit einem Eingangsplatz an die Talpromenade anknüpft.
Grüner Zoo und Wupperpforte
Im Grünen Zoo Wuppertal begegnen sich Vergangenheit und Zukunft auf ganz besondere Weise. Zwischen alten Bäumen, kunstvollen Gartenanlagen und weiten Blicken entsteht ein Ort, der Natur, Kultur und Erlebnis vereint. Hier wird Bewährtes liebevoll erhalten und mit neuen Ideen lebendig weitergeführt – damit der Zoo auch in Zukunft ein faszinierendes Stück Stadtgeschichte bleibt.
Das historische Rasenparterre erblüht neu mit prächtigen Stauden und einem sanft plätschernden Wasserspiel, das zum Verweilen einlädt. In der traditionsreichen Konzertmuschel entsteht mit freier Bestuhlung ein Ort für Begegnungen – für Lesungen, Konzerte und gemeinsame Momente im Grünen. Der natürliche Wasserlauf, Herzstück der Landschaft, wird sanft erneuert und durch farbenfrohe Uferstauden bereichert, die Schmetterlinge und Libellen anziehen. Entlang des Weges bis zur Mittelstation der künftigen Seilbahn begleiten duftende Rosen und jahreszeitlich wechselnde Blüten die Besucherinnen und Besucher auf ihrem Spaziergang durch dieses lebendige Gartenerlebnis.
Königshöhe
Der Gipfel der Königshöhe wird als erlebbares Waldgebiet mit Wegenetz gestaltet. Im Zentrum öffnet sich die kreisrunde Wiesenlichtung rund um den Wasserhochbehälter – ein ortsbildprägender Raum mit beinahe bühnenhafter Wirkung. Über eine Freitreppe und einen barrierefreien Pfad ist die Lichtung bequem erreichbar. Als „Kunstlichtung“ wird sie während der BUGA regelmäßig zur Kulisse für wechselnde Landart-Installationen und damit zu einem besonderen Ort für Natur- und Kunsterlebnisse.
Kaiserhöhe
Auf der Kaiserhöhe wird die historische Qualität des Waldparks für alle wieder erfahrbar: Die malerischen Baumgruppen auf der zentralen Höhenwiese werden durch zierende Saumpflanzungen ergänzt. Picknicktische, Sonnenliegen und Bänke laden zum Verweilen ein. Auch an sanitäre Anlagen wurde wie in der Wettbewerbsaufgabe vorgegeben auf der Kaiserhöhe gedacht.
Die Eingriffe in die Natur bleiben auf Kaiserhöhe und Königshöhe minimal - bei maximaler Aufwertung der Areale.